Volllederschuh Super Perfekt von Meindl

Meindl – Schuhwerk mit Tradition

Was einst die totale Normalität war, ein Vollleder-Wanderschuh, zwei- oder dreifach genäht und robust bis in alle Ewigkeiten, wird heutzutage als Sonderbarkeit gehandelt. Doch die Industrie hat, trotz aller Experimentierfreudigkeit, keinen auch nur annähernd so hochwertigen Ersatz gefunden. Ein bisschen burlesk, finde ich, und huldige mit Entzücken den altbewährten Werten.

Ich bin kein grundsätzlicher Gegner von technischen Innovationen. Hier und da haben diese Erfindungen in der Tat ihre Berechtigung. Im Grossen und Ganzen jedoch bin ich kein Freund von synthetischem Firlefanz. Vielmehr schwöre ich auf Naturprodukte, also Leder, Walkstoffe, Schaf- und Baumwolle. Ich bevorzuge das altbewährte Schichtenprinzip. Auch so eine altmodische Empfehlung zwar, funktioniert aber tadellos.

Bezüglich Qualität und Langlebigkeit unschlagbar
Auf was ich freilich total stehe, das sind handgestrickte Wollsocken. Oder die kniehohen Wandersocken von Rohner aus Schurwolle. Und, streng genommen der wahre Grund dieser Publikation, auf meine Bergstiefel von Meindl: Silikonimprägniertes Juchtenleder, einteiliger Schaft und zwiegenäht. Ziemlich hardcore diese Teile. Total unverwüstlich, neu und ungetragen jedoch knochenhart und starr. Bezüglich Qualität und Langlebigkeit hingegen ist der «Perfekt», so der passende Name, unschlagbar. Die einzig ernstzunehmende Alternative ist sein grosser Bruder, der «Super Perfekt». Nochmals ein Stück schwerer, aus Schweizer Militärrindleder gearbeitet, steigeisenfest und an der Dreifachnaht am Schuhrand einfach zu erkennen.

Leider werden Produkte, auf die man bedenkenlos ein solches Loblied singen darf, immer seltener. Für die genannten Beispiele jedoch halte ich meine Hand ins Feuer. Da stimmt einfach alles. Preis und Leistung sowieso. Obendrauf kriegt man ein echtes Stück traditioneller Schuhmacherhandwerkskunst. Dass Schuhwerk dieser Art mit Geduld und etwas Verständnis für die Machart eingetragen werden will und ab und an etwas Pflege benötigt, will ich nicht schönreden. Das ist – buchstäblich – eine knallharte Tatsache.

Ein Gefühl von Geborgenheit
Handkehrum macht dieser Aufwand Sinn und bringt zum Ausdruck, dass ein Sich-darauf-Einlassen Teil des Ganzen ist. Altbewährte und von Hand hergestellte Dinge, so finde ich, sind eine Wohltat für die Seele. Sie beruhigen, erzählen Geschichten, wecken Erinnerungen und geben uns ein Gefühl von Geborgenheit. Möglicherweise liegt das daran, dass sich, wenn wir sie berühren, verstehen lässt, wie sie gefertigt wurden und welche Mühe dahintersteckt. Synthetik schafft das niemals. Massenware ebenfalls nicht. Diese hehren Worte in Gottes Ohr und euch einen wunderbaren Sommer in den Bergen. Oder wo auch immer ihr die Natur zu eurem Verbündeten macht.

 
 
Risa - Die Hutmanufaktur

Risa – die letzte Hutmanufaktur

In der Hutmanufaktur Risa haben Qualität und Handarbeit Tradition, sagt Geschäftsführer Julian Huber und macht klar, dass er mit akribischer Sorgfalt über diese Werte wacht.

Julian und seine Belegschaft stecken in die handgemachten Kopfbedeckungen eine Menge altes Wissen, viel Arbeit und handwerkliches Geschick. Trotzdem sind die Mützen, Kappen und Hüte aus der aargauischen Hutmanufaktur absolut bezahlbar. Man darf sogar so weit gehen und sagen, gemessen an der soliden Qualität sind sie günstig. Na also, geht doch.

Und weil Handwerk in der heutigen Zeit ein seltenes und wertvolles Gut ist, sollten wir Konsumierenden auch darauf achten, dass dieses nicht ausstirbt und unseren Teil dazu beitragen. Ein Grund mehr, künftig konzentriert darauf zu achten, wo genau wir was kaufen. Nur so als Idee.

 

 
 
Das legendäre Douk-Douk

Genial einfach – einfach genial

Was gut ist, muss nicht neu erfunden werden. Man sollte nur wissen, dass es solcherlei gibt. Die Messer von Douk-Douk, finde ich, gehören in ebendiese Kategorie.

Das legendäre Douk-Douk gehört fraglos in diese Kategorie. Ein schlichtes Messer, unkompliziert konstruiert und dennoch hocheffizient. Eine Klinge aus Kohlenstoff-Stahl, ein Griff aus gefalztem Blech und zwei Nieten, die das funktionale Teil zusammenhalten. Eine Feder zur Fixierung und ein Bügel zum Umhängen. Fertig. Viel mehr ist da nicht. Ausser vielleicht eine spannende Geschichte, die sich zu lesen lohnt.

Lässt uns Männer wie Buben fühlen
Für unsere Grossväter und Väter war das ganz normal: Ohne Taschenmesser war man nicht richtig angezogen und so ging der Mann damals nicht aus dem Haus. Basta! Auch der moderne Mann, so finde ich, sollte das tun. So ein Messer ist ja durchaus etwas nützliches. Und lässt uns Männer wieder wie Buben fühlen.

«Was man als Kind geliebt hat, bleibt im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter.» – Khalil Gibran

 
 
Flachmann aus dem Hause Alexander von Bronewski

Gemacht für eine kleine Ewigkeit

Solide Qualität braucht Zeit. Und die darf etwas kosten finden wir. Wenn die Sachen dann noch zeitlos schön sind, erst recht.

Derzeit haben wir noch keine eignen Sachen vorzuweisen. Solche aber, die wir ebenfalls für gut befinden, sehr wohl. Ein Flachmann zum Beispiel, eingefasst in cognacfarbenes Barenia Leder, aus dem Hause Alexander Von Bronewski. Von Hand, im Sattlerstich, vernäht und damit quasi unzerstörbar. Jedes Stück ein Unikat und gemacht für eine kleine Ewigkeit. Solcherlei lässt sich nicht im Kaufhaus finden. Auf unserer Seite hingegen schon.

«Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.» – George Orwell